2 Wochen Müllvermeidung – Der Selbstversuch

2 Wochen Müllvermeidung – Der Selbstversuch

In den zwei Wochen Osterferien habe ich in meinem Alltag versucht, so oft wie möglich Müll zu vermeiden. Hier also ein kleiner Erfahrungsbericht dazu!

Tag 1: Ich starte den Selbstversuch. Zum Glück ist es nicht ein allzu großer Wechsel meines Alltags, da ich sowieso seit einiger Zeit auf Müllvermeidung geachtet habe. So extrem wie jetzt war es aber wahrscheinlich noch nie. Trotzdem bin ich froh, dass in meinem Badezimmer eine Zahnbürste aus Bambus steht, sich in der Küche Glasstrohhalme befinden und ich mich mit Kosmetik- und Nahrungsmittelmarken auskenne, welche nachhaltige Produkte aus Recyclaten herstellen.

Tag 3: Beim Einkaufen benutze ich nun ein Mehrwegnetz für Obst. Außerdem achte ich verstärkt auf die Verpackungen von Produkten. Mir fällt auf, dass viele Lebensmittel auch von Marken gekauft werden können, die ihre Verpackungen aus Karton machen. Es ist eine kleine Umstellung, so aufmerksam Einkaufen zu gehen, aber ich empfinde es nicht als störend.

Tag 5: Weiterhin läuft alles ziemlich nach Plan. Ich informiere mich online über umweltschonende Alternativen für Alltagsgegenstände und bin über das große Angebot positiv überrascht.

Tag 7: Ich mache mir Gedanken über mein Praktikum, welches am nächsten Tag beginnt. Ja, bis jetzt lief dieser Selbstversuch gut. Aber war das nur so, weil ich aufgrund der Pandemie viel Zeit zu Hause verbracht habe? Wird sich das rasant ändern, sobald ich mehr Zeit außerhalb des Hauses verbringe?

Tag 9: Der zweite Tag des Praktikums, also habe ich eine Antwort auf die Fragen, welche ich mir vor zwei Tagen gestellt habe. Ja, es ist eindeutig schwerer und besonders am ersten Tag lief es nicht so gut. In der Kantine gab es nur Fleischgerichte und Süßes, also musste ich mir mein Essen aus Supermärkten holen, wobei ich im Stress doch nicht so viel auf die Verpackungen geachtet habe. Am zweiten Tag lief es besser, da ich mir direkt Essen mit in das Praktikum genommen habe. Meine Tasche wurde so jedoch bedeutend voller, da sich darin nun sowohl Frühstück als auch Mittagessen befand. Beim Einkaufen am Nachmittag fällt es mir zum Glück ziemlich leicht, auf Plastik und andere Kunststoffe zu verzichten. Besonders bei Kosmetik- und Pflegeprodukten achte ich fast nicht mehr auf zu umweltschädliche Produkte. Vielleicht ist dies aber auch ein Vorteil, da ich – wie bereits erwähnt – auf solche Sachen schon länger geachtet habe. Trotzdem: Man gewöhnt sich auf jeden Fall daran!

Tag 11: Der letzte Tag des Praktikums, ich kaufe mir nichts beim Supermarkt, um weiterhin auf so viel Müll wie möglich zu verzichten. Nichtsdestotrotz ist es doch ein wenig einfacher, als ich mir es am Anfang vorgestellt habe. Ich komme mit einer jungen Frau bei meiner Praktikumsstelle ins Gespräch und erzähle ihr von meinem Selbstversuch. Sie erwidert, dass sie aus den gleichen Gründen wie ich meist am Morgen Essen für die Arbeit zubereitet und dann mitnimmt. Die Kantine bietet leider (besonders während der Pandemie) keine fleischlosen Mittagessen an und sonst gibt es nur Snacks.

Tag 13: Nur noch zwei Tage. Es läuft wieder alles nach Plan. Solange ich nicht zu viel aus dem Haus gehe fühlt sich Müllvermeidung tatsächlich wie ein Kinderspiel an.

Tag 14: Die zwei Wochen sind vorbei! Fazit: Es wird wie so viele andere Sachen mit der Zeit immer leichter, Müll zu vermeiden und auf umweltfreundlichere Alternativen umzusteigen. Wenn man jedoch unterwegs ist, scheint es sehr verlockend, sich einen Eiskaffee aus dem Supermarkt mitzunehmen oder einen verpackten Obstsalat zu kaufen. Da dies aber nur vier Tage in diesem Selbstversuch der Fall war, kann ich leider nicht sicher sagen, wie es nach einiger Zeit gewesen wäre. Wahrscheinlich würde es jedoch auch einfacher werden. In diesen zwei Woche habe ich aber weitere umweltfreundliche Produkte entdeckt, die ich weiterhin kaufen werde.

 

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