Schubladendenken und die Psychologie dahinter

Schubladendenken und die Psychologie dahinter

Warum ordnen wir Sachen eigentlich so gerne in Gruppen ein?

Mit der Frage haben sich viele Wissenschaftler beschäftigt und sie sind auf ein Ergebnis gekommen: Menschen konnten so früher besser einschätzen, was eine Gefahr war. Sahen sie zum Beispiel eine Raubkatze, so wussten sie so sofort, dass davon Gefahr ausging und mussten so nicht überlegen, ob diese Art vielleicht keine Menschen jagen würde, ob das Tier abgelenkt war und daher nicht angreifen würde etc. Die Person wurde sofort alarmiert und versuchte irgendwie, ihr Leben zu retten. Es ist also zum Überleben der Menschen wichtig gewesen, schnell zu handeln und in manchen Situationen nicht zu viel nachzudenken.

Noch heute denken wir in vielen Bereichen unseres Lebens in Schubladen, obwohl wir nun wohl kaum mehr Angst von Raubtieren auf der Straße haben müssen.  Trotzdem kategorisieren wir unsere Erlebnisse ununterbrochen weiter, was uns meist nicht auffällt. Dies ist nicht immer schlecht, denn auch zur heutigen Zeit können wir das, was wir gerade erleben mit Erfahrungen vergleichen, um schneller eine Lösung für ein Problem zu finden. Jedoch kann das unkontrollierte Kategorisieren uns auch dazu bringen, für Neues nicht offen zu sein und keine neuen Wege auszuprobieren, um etwas zu tun.

Auch Rassismus kann schnell entstehen, wenn wir Menschen nicht als Individuen, sondern nur als eine Gruppe sehen und dieser Gruppe bestimmte Eigenschaften zuordnen. Was kann man also machen, um die negativen Teile des kategorisieren nicht selbst zu erleben? Die Antwort ist recht einfach: Hin und wieder sollte man neue Sachen ausprobieren und zumindest bei anderen Menschen sollte man sich klar machen, dass man sie besser nicht nur als Gruppe sehen sollte, um falsches Verhalten zu vermeiden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.