Tod, Schock, Tränen und Trump will mehr Waffen?

Tod, Schock, Tränen und Trump will mehr Waffen?

Der Amoklauf in Florida am Valentinstag erschütterte alle. Beim inzwischen 18. Amoklauf an einer amerikanischen Schule diesen Jahres wurden nicht nur mindestens 17 Personen getötet, sondern eröffnete die dringend nötige Waffendebatte erneut.
Viele Schüler fordern in Protestmärschen strengere Waffengesetze in den Vereinigten Staaten. Zum Gesicht für die Proteste wurde Emma Gonzalez nach ihrer emotionalen und aussagekräftigen Rede gegen Waffengewalt. So sagte sie zum Beispiel der Waffenloby den Kampf an mit Aussagen wie „An alle Politiker, die Spenden von der NRA bekommen haben: Schämt euch!“ oder „Sie sagen, dass striktere Waffengesetze nichts an Waffengewalt ändern würden – wir nennen das Bullshit!“ „Sie sagen, dass ein guter Mensch mit einer Waffe einen bösen Menschen mit einer Waffe stoppen kann – wir nennen das BS! Sie sagen, dass strengere Waffengesetze nicht zu weniger Waffengewalt führen: Wir nennen das BS! Sie sagen, dass Waffen einfach Werkzeuge sind wie Messer und so gefährlich wie Autos: Wir nennen es BS!“ (Quelle: MSN Nachrichten).

Trump lädt infolgedessen Überlebende und Angehörige der Opfer des Amoklaufs ein, doch anstatt striktere Gesetzte im Sinne der Schüler anzukündigen, will er noch mehr Waffen in Schulen verteilen. Trumps Vorschlag: Lehrer mit Waffenausbildung sollen den nächsten Amoklauf niederschießen, ein Schock für alle Anwesenden. Viele brechen in Tränen aus und sind fassungslos über diese Bemerkung, nicht nur die erhofften Waffenverbote wurden abgelehnt, es soll noch nun noch mehr Waffen in Schulen geben.
Neuste Berichte sagen, dass vor der betroffenen Schule ein bewaffneter Polizist stand, der mit der Situation so überfordert war, dass er nichts ausrichten konnte. Wie sollen es dann Lehrer schaffen?

Es wäre vernünftiger, präventive Maßnahmen für labile Personen und Schüler mit schwierigen Lebensumstände zu ergreifen. Lehrer sollten anstelle von Waffenausbildungen Weiterbildungen als Kinderschutzfachkraft (Isef) erhalten, das sollte jedoch nicht nur für amerikanische, sondern für Lehrer weltweit gelten.

Trump bewies mit seinem Vorschlag, dass man in dieser Angelegenheit nicht auf ihn hoffen kann! Doch zum Glück setzten sich andere für die Schüler und ihre Forderungen ein, so spendeten die Clooneys eine halbe Millionen Dollar und haben angekündigt, mit den Schülern zu protestieren. Sie denken dabei vor allem an ihre eigenen Kinder und wollen zukünftige Amokläufe verhindern. Ebenfalls 500.000 Dollar spendete Oprah Winfrey, die das Engagement der Schüler mit dem der Menschenrechtsbewegung der 1960er Jahre verglich.

Es ist abzuwarten, ob sich in Amerika etwas bezüglich der Waffen ändern wird, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt! Ich möchte vor allem den mutigen Schülern in ihrem Einsatz für eine sichere Welt viel Mut und Kraft wünschen und hoffe, dass viele Leute, insbesondere Politiker, sich an ihnen ein Beispiel nehmen, was Courage und Willensstärke angeht. Ebenso möchte ich mein Beileid gegenüber den Familien und Freunde der Opfer aussprechen, denn die Verstorbenen werden auf ewig eine Lücke hinterlassen. Solche Anschläge auf Unschuldige sind absolut verwerflich und unmoralisch und es ist unfassbar, zu welchen grausigen Taten eine einzige Person fähig ist, wenn sie eine Waffe hat!

Ein Gedanke zu „Tod, Schock, Tränen und Trump will mehr Waffen?

  1. Auch ich finde es traurig, dass unschuldige Kinder getötet wurden und dein Beitrag hat mich echt zum nachdenken gebracht. Auch von mir aus: Viel Glück an die Leute, die gegen diese grausame Tat sind und mein Beileid an die Familien, Freunde und ect. der Kinder.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.